2 von 4 Rennen geschafft

Foto: © Alexander Funk

  Samstag Sonntag
C1

1.
Tasiadis
101,97 (+0)

1.
Tasiadis
103,44 (+0)

2.
Anton
106,33 (+2)

2.
Anton
108,81 (+2)

3.
Benzien
108,50 (+2)

3.
Söter
112,63 (+2)
C2

1.
Anton/ Benzien
108,53 (+0)

1.
Schröder/ Bettge
114,19 (+0)

2.
Becker/ Behling
111,79 (+2)

2.
Anton/ Benzien
115,28 (+4)

3.
Müller/ Müller
117,25 (+2)

3.
Becker/ Behling
119,09 (+6)
Der erste Teil der Olympia Qualifikation liegt erfolgreich hinter mir. Sicherlich hätte es noch besser sein können, aber ich bin trotzdem zufrieden mit den Ergebnissen. Einmal Gold und drei 2. Plätze sind als Einstieg nicht schlecht und eine gute Ausgangslage.

Seit Dienstag waren wir in Augsburg und haben jeden Tag, außer am Freitag, eine Wildwassereinheit absolviert. Davon waren zwei Einheiten im C1 und eine im C2. Die ganze Woche war ich, angesichts der Tatsache, dass es um die wichtigste Entscheidung in diesem Jahr beziehungsweise im gesamten vier Jahre umfassenden Olympiazyklus ging, ziemlich ruhig und nicht wirklich aufgeregt. Das kam erst am Samstag, als ich mir die Strecke zum zweiten Mal anschaute und schon die ersten Athleten auf dieser unterwegs waren. Es war nicht schwer zu beobachten, wie die Nerven bei einigen verrücktspielten. Im Wettkampf ein bisschen Anspannung und Nervosität zu empfinden, halte ich für sehr wichtig. Deswegen war ich auch nicht unsicher, sondern eher froh darüber, dass es endlich anfing „zu kribbeln“. Den ersten Lauf der 1. Qualifikation konnten wir deutlich für uns entscheiden und dann im Finale – trotz der von Becker/ Behling vorgelegten starken Zeit – sogar noch einen drauf packen. Am Sonntag lagen wir im Vorlauf erneut deutlich vorn und auch für das Finale hatten wir ein sehr gutes Gefühl, zumal es im Vergleich zum Vortag noch deutlich mehr Steigerungspotential gab. Im Finale schafften wir es auch, eine schöne und flüssige Fahrt den Kanal herunterzubringen und bis auf ein paar kleine Stellen, an denen wir mit dem Paddel von der Mauer abgerutscht waren, verloren wir kaum Zeit. Allerdings hatten wir unterwegs 4 Strafsekunden eingesammelt, weshalb wir letztlich, trotz 3 Sekunden schnellerer Fahrtzeit, nur Zweite hinter unseren Vereinskollegen Schröder/ Bettge wurden. Aber über den zweiten Platz können wir trotzdem nicht meckern.
quali_aug_2016_c1Foto: © Alexander Funk

Im C1, welcher jeden Tag rund 1,5 Stunden nach dem C2 Finale begann, schaffte ich es an beiden Tagen den ersten Lauf auf gut Deutsch „zu versauen“. Es war ein Kampf, sauber durch die Tore zu fahren und die Linie zu treffen, aber zum Glück reichte es trotzdem noch fürs Finale. Dort lief es dafür um so besser, leider gelang mir dennoch kein einziger fehlerloser Lauf. Am Ergebnis hätte das zwar nichts geändert, aber es wäre einfach schön gewesen, die Wettkämpfe ohne Strafpunkte abzuschließen. Am Ende konnte ich dank meiner schnellen Finalläufe zwei 2. Plätze verbuchen, Sideris war an diesem Wochenende einfach schneller und nicht zu schlagen. Insgesamt bin ich mit meinen Finalleistungen sehr zufrieden und nun blicke ich gespannt auf die zwei letzten entscheidenden Wettkämpfe am kommenden Wochenende und freue mich schon jetzt wieder auf dieses kribbelnde Gefühl.