Fakten zur Slalom Strecke in Banja Luka (Bosnia)

Die Strecke ist vergleichbar mit Lofer und Solkan. Sie ist so breit wie Solkan, allerdings auch um einiges länger. Aus dem Wasser schauen ein paar große Steine heraus, aber es ist so tief, dass man keine Probleme mit dem Grund hat – selbst wenn man das Heck komplett versenkt.

Das Wasser ist sehr sauber und angenehm kühl was einem eine gute Erfrischung bei dem schwülen Klima beschert. Es gibt viele winzige Fliegen, die man ab und zu mitten ins Gesicht bekommt, und an den Toren hängt öfters ein ganzer Schwarm Bremsen, die einen beim Training aber nicht sonderlich stören.

Die Strecke an sich ist nicht besonders spektakulär, denn es gibt nur ein paar größerer Wellen, aber keine Walzen oder Ãhnliches. Es gibt 3 sehr große Kehrwasser, ansonsten lassen die Felswände nur verhältnismäßig kleine Kehrwasser zu.
Darum sind die Möglichkeiten für Aufwärtstore sehr begrenzt, aber an den Stellen, an denen man welche hängen könnte, pilzt das Wasser meistens stark und ist nicht wirklich beständig.
Durch die sehr schnelle Strömung bieten sich außerdem schwere und stark versetzte Abwärtskombinationen an.

Erwähnenswert ist außerdem noch die Tatsache, dass man während des Trainings entweder große Strecken zu Fuß über die hoffentlich(!!!) gesperrte Straße in Kauf nehmen, oder dass man abschnittsweise trainieren muss. Allerdings ist letzteres nur bedingt möglich, da man an vielen Stellen nur sehr schwer aussteigen, und dann meist noch nicht einmal zu einem höheren gelegenen Abschnitt laufen kann.
Von Start bis Ziel benötigt man mindestens 2 Minuten, und das obwohl die Strömung sehr stark ist! Darum ist Banja Luka bisher mit Abstand die längste Strecke, auf der ich je gefahren bin.

Zu den Hotels wo wir während der EM schlafen werden, kann man sagen, dass sie einen guten Eindruck machen. Das Hotel der U23 befindet sich 15 min von der Strecke entfernt direkt im Stadtzentrum, und ist sowohl von außen als auch von innen sehr schön. Das Hotel der Junioren ist 5 Minuten von der Strecke entfernt, und liegt direkt am Fluss. Man kann sich also nach dem Training in Ruhe auspaddeln und dann direkt am Hotel aussteigen. Die ganze Unterkunft ist vom deutschen Team gebucht. Es gibt einen Bungalow für 8 Personen und ansonsten Zimmer im Haus. Neben einem schöner Grillplatz gibt es auch noch eine Minigolf-Anlage.
Uns wurde erzählt, dass die Rafting-WM die hier 2009 stattgefunden hat, Tausende von Zuschauern angelockt hat, darum wollen wir hoffen, dass es bei der EM auch wieder so ist!

Ein paar Bilder findet ihr hier!