Kanuslalom

Kanuslalom ist eine Wettkampfdisziplin des Kanusports und damit Teil von Deutschlands erfolgreichster olympischer Sommersportart seit den Spielen von Barcelona ’92!
Ziel ist es, eine mit Toren festgelegte Strecke auf „schnell“ fließendem Wasser in kürzester Zeit fehlerfrei zu befahren. Wie das genau auszusehen hat? Das seht ihr im folgenden Video!


Alle Infos zum Nachlesen sowie weitere Daten, Fakten, Regeländerungen und etwas zu den unterschiedlichen Disziplinen findet ihr unter folgenden Fragen zusammengefasst.

• Wie lang ist eine Strecke im Schnitt und auf was für Gewässern seid ihr so unterwegs?
Eine Strecke besteht aus einem zwischen 250 und 400 m langen Abschnitt, der eine Mindesttiefe von 40 cm und eine Fließgeschwindigkeit von mindestens 2 m/sec (= 7,2 km/h) aufweisen sollte. In der Regel werden die äußerlichen Bedingungen aber nicht so streng bewertet, so dass auch durchaus Wettkämpfe auf nahezu stehenden Gewässern oder sogar in Schwimmhallen ausgetragen werden.

• Wie war das noch einmal mit den Toren und den Strafzeiten?
Über die Strecke werden 18-25 Tore verteilt, die entsprechend ihrer Nummerierung zu durchfahren sind. Die meisten Tore sind grün-weiß gekennzeichnete Abwärtstore. Diese sind in Fließrichtung zu durchfahren. Mindestens 6 Tore müssen jedoch Aufwärtstore sein, die rot-weiß gekennzeichnet und stromaufwärts zu durchqueren sind.

Ein Wettkampf besteht aus zwei Läufen (Durchgängen), die Gesamtzeit eines Laufes ergibt sich aus der Gesamtfahrzeit zuzüglich etwaiger Strafzeiten. Für die Ermittlung des Gesamtergebnisses wurden bis 2008 die Ergebnisse der beiden Läufe addiert; seit 2009 kommt nur noch der bessere Lauf in die Wertung. Bei internationalen und nationalen Meisterschaften, sowie den Qualifikationsrennen für die Nationalmannschaft gibt es aber spezielle Wettkampfmodi, die von den oben genannten zwei Läufen abweichen.

Die im letzten Abschnitt genannten Strafzeiten kann man folgendermaßen unterteilen: für eine Torstabberührung werden 2 Strafsekunden, für ein Auslassen oder Falschbefahren (Richtung oder Reihenfolge) eines Tores 50 Sekunden Strafzeit verhängt.


• Welche unterschiedlichen Disziplinen gibt es und was hat es mit diesem 'I love C2' auf sich?
Gestartet wird in drei Disziplinen: Der Kajak (K1) sowie der Canadier Einer (C1) werden jeweils von Frauen und Männern gefahren. Im Canadier Zweier (C2) gehen nur Herren an den Start. Außerdem gibt es einen Team-Wettbewerb (der leider nicht olympisch ist), bei dem die Strecke von drei Booten der selben Disziplin gleichzeitig befahren wird.
Während man im Kajak sitzt und ein Doppelpaddel verwendet, sind die Canadierfahrer kniend und mit einem Stechpaddel ausgerüstet unterwegs.
Nach aktuellem Stand der Dinge war der Canadier Zweier 2016 in Rio vorerst zum letzten Mal Bestandteil der Olympischen Spiele. Im Gegenzug soll der Canadier Einer der Damen ab 2020 ins olympische Programm aufgenommen werden. ‚I love C2‘ ist eine Kampagne von Sportlern, Fans und Funktionären, die sich im Rahmen der Gleichberechtigung für eine Aufnahme des C1 der Damen bei gleichzeitigem Beibehalten des C2 der Herren stark machen.

• Rudern, Kanuslalom, Kanurennsport,... ist das nicht irgendwie alles das gleiche?
Nein. Die Ruderer gehören zu einem anderen Verband. Das einfachste Unterscheidungsmerkmal zum Kanu ist: „die“ fahren rückwärts und „wir“ vorwärts. Slalom und Rennsport zählen zwar beide zur gleichen Sportart, dennoch gibt es auch hier recht deutliche Unterschiede. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte, darum schaut doch einfach kurz das folgende Promo-Video der Internationalen Kanu Föderation ICF an.

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