No Meat in this House

Vom Leipziger Neuseenland auf die andere Seite der Erde nach Neuseeland. Der Winter kommt nach Deutschland und es war schon seit einiger Zeit bekannt, dass es im November ein Preisgeld Rennen auf der neuen Kanustrecke in Neuseelands größter Stadt, Auckland geben wird.

Ich und noch einige andere Deutsche Paddler haben deswegen die Idee gehabt an diesem Rennen teilzunehmen und sich dadurch vielleicht sogar die Reise zu refinanzieren und auch ein bisschen Neuseeland gesehen zu haben. Also Flüge buchen, was mehrere Anläufe brauchte, da nicht jede Airline die Boote auch mitnimmt. Glücklicherweise haben wir dann sogar die schnellste Verbindung bekommen und sind mit Singapore Airlines in „nur“ 25 Stunden nach Auckland geflogen.

Die nette Frau am Schalter hat uns dann auch noch gerettet, denn wir hatten inklusive Boot nur 30 Kg Gepäck was wir aufgeben durften, davon fallen schon mal mindestens 15 Kg auf Boot, Paddel und Ausrüstung und dann hat man nicht mehr viel für die normalen Anziehsachen, die man auch noch benötigt. Kurz gesagt wir hatten etwas Übergepäck aber sie hat ein Auge oder besser gesagt beide zugedrückt.

Was ich noch über unseren Flug unbedingt erwähnen muss, ohne jetzt Werbung machen zu wollen, aber ich bin das erste mal mit Singapore Airlines geflogen und bin richtig begeistert gewesen, viel Platz, sehr aufmerksames Personal, super Essen und das war der erste Flug in dem es mir nicht zu warm oder zu kalt war. Geflogen sind übrigens von ehemals 4 Paddlern nur noch 2 und zwar Stefan Hengst und Ich, die anderen beiden (Paul Böckelmann, Alexander Grimm) mussten aus verschiedenen Gründen leider absagen, ansonsten hätten wir uns zu viert ein Wohnmobil gemietet und wären damit umher gefahren.

In unserer Unterkunft angekommen waren wir überrascht, ein riesengroßes Haus, es gibt alleine 5 Wohnzimmer! Die Vermieterin hat uns dann alles gezeigt und als wir die Küche erreicht hatten sagte sie uns, dass in diesem Haus kein Fleisch gegessen wird und sie es nur „vergessen“ hat in den Nachrichten vorher zu erwähnen oder in die Anzeige im Internet zu schreiben. Ein Schelm, welcher Absicht dahinter vermutet.

Aber damit können wir uns ja arrangieren, dann gibt es in den nächsten Wochen nur Gemüsepfanne und Nudeln mit Tomatensoße.

Keine 29 Stunden später nachdem wir das Flugzeug in Frankfurt betreten hatten waren wir auch schon im Vector Wero White Water Park und da gab es dann viele bekannte Gesichter zusehen, viele Neuseeländische Athleten arbeiten als Guide oder beim Service im Whitewater Center von Auckland, so kam es auch, dass wir keine Schwimmprüfung und andere unangenehme Test’s ablegen mussten, nur um zu beweisen, dass wir im Wilden Wasser zurecht kommen, ansonsten darf man nämlich nicht auf dem Kanal paddeln.

Die ersten Einheiten habe ich auch gut überstanden, trotz der 12 Stunden Zeitverschiebung. In den kommenden Tagen werden wir weiter trainieren und uns auf den Wettkampf vorbereiten aber natürlich auch versuchen ein bisschen was vom Land und Leuten zu sehen. Und vielleicht lädt man uns ja mal irgendwo zu einem BBQ ein, da gibt es dann auch ein bisschen was gegrilltes für uns. Soviel erstmal zu den ersten Eindrücken von Neuseeland.

Ende

Meatlover 24/7 😉