Olympische Spiele

Der erste Wettkampf den ich erleben durfte, war das Finale im Turmspringen (3 m Synchron der Männer). Um es vorwegzunehmen: die Chinesen haben mit riesigem Vorsprung gewonnen. Das Stadion ist etwas gewöhnungsbedürftig konstruiert, denn wir saßen ungefähr auf halber Höhe der Tribünen, und konnten trotzdem nicht die gegenüberliegende Tribüne einsehen, das Hallendach hängt sozusagen durch, und zwar so weit, dass man eben wirklich nur die Schwimmbecken ganz unten im Stadion sehen kann, und ansonsten eine wunderschöne weiße Stahlkonstruktion zum Greifen nahe vor sich hat. Der Wettkampf lief innerhalb von 1 Stunde über die Bühne, nach der Hälfte wusste man schon dass die Chinesen gewinnen, die Stimmung war ganz ok.

An sonstigen Aktivitäten haben wir schon alles gemacht, was Touristen zumindest sehen und besuchen müssen. Wir sind durch die gesamte Stadt zu Fuß gelaufen und haben vom Tower bis zum Buckingham Palace alles gesehen, waren in einem Pub und wollen es auch noch ans Meer schaffen, was von unserem Hotel nur 5 Minuten entfernt sein soll. Zu den in den Medien beschriebenem Verkehrschaos, den überfüllten Straßen und gigantischen Zuschauermengen kann ich nur sagen, dass ich sie immer noch nicht gesehen habe. Wir hatten nie Probleme, kamen immer vorwärts, und volle Straßen gab es auch nicht. Zudem hätte ich mir noch etwas mehr Olympiafeeling in der Stadt gewünscht, weil uns bis auf ein paar Wimpel an Straßenlaternen und einer Gruppe grölender Holländer nichts an Olympia erinnert hat. Aber egal, heute werde ich mir die Finals im Kanuslalom anschauen und mir jetzt erst mal mein Englisches Frühstück schmecken lassen.