Silberner Abschluss beim Weltcup Finale in Augsburg

Foto: © Jochen A. Meyer

  Einzel Team
C1

1.
Gargaud Chanut
97,75 (+0)

1.
Lefevre, Eichfeld, Lokken
118,43 (+2)

2.
Florence
98,57 (+0)

2.
Hedwig, Niec, Sztuba
118,87 (+6)

3.
Benus
100,07 (+2)

3.
Martikan, Slafkovsky, Rozmus
123,61 (+8)

10.
Anton
170,30 (+56)

6.
Breuer, Benzien, Anton
126,67 (+14)
C2

1.
Klauss/ Peche
108,80 (+2)

1.
Behling/ Becker,
Müller/ Müller,
Anton/ Benzien

132,58 (+4)

2.
Anton/ Benzien
109,50 (+2)

2.
Klauss/ Peche,
Scianimanico/ Cailhol,
Prigent/ Kervella
133,57 (+6)

3.
Florence/ Hounslow
109,69 (+0)

3.
Karlovsky/ Jane,
Kaspar/ Sindler,
Koplik/ Vrzan
134,90 (+8)
  Gesamtweltcup 2014
C1

1.
Martikan

2.
Florence

3.
Benus

18.
Anton
C2

1.
Skantar/ Skantar

2.
Anton/ Benzien

3.
Bozic/ Taljat
Sekt oder SeltersAn den vergangenen drei Tagen fand auf dem Augsburger Eiskanal mit dem WeltCup Finale einer der Höhepunkte der diesjährigen Kanuslalom Saison statt. Bereits bei den nationalen Qualifikationsrennen im Frühjahr hatte Franz sich in Augsburg beweisen und mit drei Siegen ein deutliches Achtungszeichen setzen können.
Die größte Motivation stellte jedoch der dritte Platz dar, den Franz zusammen mit seinem Partner Jan Benzien nach vier der insgesamt fünf Rennen der WeltCup Wertung innehatte.

„Die Qualifikationen für den C1 und C2 waren beide sehr solide, obwohl es im Training vorher überhaupt nicht lief. Da kamen schon ein wenig Zweifel auf, ob die Zielstellung – den dritten Platz in der Gesamtwertung im C2 wenigstens zu halten – überhaupt machbar sei.“ Resümierte Franz am Sonntag Abend.

„Im C1 Rennen am Samstag konnte ich mich mit einer sehr guten Fahrt als Zweiter für das Finale qualifizieren. Dort wollte ich diese Leistung noch einmal zeigen. Doch bereits an Tor 4 machte ich die erste Berührung. Zwei weitere folgten. Am vorletzten Tor, an dem schon meine beiden Mannschaftskollegen Jan und Sideris im Semifinale gescheitert waren, endete das Rennen mit einer Rolle endgültig für mich und ich wurde 10.“ Im Teamwettbewerb dieser Disziplin musste sich die deutsche Auswahl, der neben Franz und Jan dieses Mal auch Junioren Weltmeister und WeltCup Debütant Florian Breuer angehörte, mit dem sechsten Platz begnügen. Die Ursache dafür lag jedoch nicht etwa in einer zu langsamen Fahrzeit, sondern in erdrückenden 14 Strafsekunden, die eine Podestplatzierung dieses Mal unmöglich machten.

„Im C2 am Sonntag haben wir uns dann im Semifinale mit einer sehr sauberen und sicheren Fahrt für das Finale qualifiziert und es gab sogar noch Reserven, die wir ausbessern wollten. Das Finale begann und fast jede Zeit war schneller als die vorherige. Normalerweise gibt es beim Finale immer welche, die sich wie ich im C1 richtig verfahren und wesentlich langsamer als im Semi sind. Aber in diesem Finale wurde sich absolut nichts geschenkt. Jeder fuhr eine super Linie, die Zeiten waren um einiges besser als im Halbfinale und alle wollten unbedingt aufs Treppchen. Von den 10 Booten sind wir sind als 5. gestartet. Die Briten führten gerade das Rennen mit einer Fabelzeit an und die ersten 8 Tore liefen bei uns zudem nicht so wie geplant. An Tor 13 kam dann auch noch eine Berührung dazu. Unsere letzte Chance aufs Treppchen zu fahren, war die Schlüsselstelle, Tor 21, an der Jan, ich und viele andere im Einzel gescheitert waren. Dazu hatten wir uns eine sehr schnelle, aber auch riskante Fahrweise ausgedacht, welche aber glücklicherweise aufging und wir letztlich mit 0,19 Sekunden Vorsprung ins Ziel kamen. Am Ende fuhren nur die Franzosen 0,7 Sekunden schneller. Durch diesen 2. Platz und weil es das WeltCup Finale war, bekamen wir die doppelte Punktzahl und somit konnten wir uns in der Gesamtwertung noch vom 3. auf den 2. Platz vorschieben. Es ist noch genau ein Monat bis zur WM in den USA, darum heißt es jetzt heißt diese Form beizubehalten und noch etwas schneller zu werden. Am 02. September geht es in Richtung Deep Creek Lake. Also, drückt mir die Daumen!“

An dieser Stelle auch herzliche Glückwünsche an Sebastian Schubert (1. Platz Gesamtweltcup K1 Herren), Hannes Aigner (3. Platz Gesamtweltcup K1 Herren) und Ricarda Funk (3. Platz Gesamtweltcup K1 Damen), die sich mit ihren Ergebnissen am Wochenende ebenfalls unter den konstantesten drei Fahrern/ Fahrerinnen der Saison platzieren konnten!

Stimmen zum Wettkampf sowie der übliche Bericht aus Sicht des deutschen Teams, findet ihr einmal hier und hier!