Weltrangliste Solkan (Slowenien)

  Einzel
C1

1.
Benzien
87,14 (+0)

2.
Bercic
90,92 (+0)

3.
Lenarcic
90,98 (+0)

4.
Anton
92,10 (+2)
C2

1.
Bozic/ Taljat
96,99 (+2)

2.
Camporesi/ Ferrari
97,78 (+0)

3.
Hammer/ Vlcek
101,83 (+0)

6.
Anton/ Benzien
104,61 (+4)
SolkanAls Vorbereitung für die Qualifikationswettkämpfe machte sich am 15. März eine 5 Mann starke Gruppe des LKC um 5:30 morgens auf den Weg ins rund 1000 Km entfernte Solkan. Zu den 5 Frühaufstehern gehörten unser Trainer Frithjof Bergner mein C2 Partner Jan Benzien und die C2 Fahrer Eric Mendel und Otto Max Klein.
Gegen 13:30 kamen wir an der Slalomstrecke in Solkan an, es war traumhaftes Wetter und der Wasserstand war auch sehr angenehm. Der einzige Makel war nur, dass das Wasser sehr kalt war und man somit trotz der sommerlichen Temperaturen von um die 23°C nicht in kurzer Kleidung fahren konnte. Trotzdem waren wir alle heiß darauf endlich das Wasser zu spüren und sich an die Strecke zu gewöhnen.
Da ich bereits schon mehrfach in Solkan trainiert habe sowie 2008 auf dieser Strecke bei den U23 Europameisterschaften mitgefahren bin, und von diesen ein paar nicht sehr schöne Erinnerungen mitgenommen habe, ging ich mit gemischten Gefühlen auf die Strecke.
Die Strecke an sich hat zwar keine spektakulären Walzen oder Wellen oder Ähnliches zu bieten, was aber nicht heißt, dass sie leicht zu befahren sei, denn es fließen pro Sekunde 60 m³ Wasser die Strecke hinunter, was eine sehr hohe Strömungsgeschwindigkeit bedeutet. Sobald man diese aber unterschätzt oder nicht beachtet, dass dadurch die Kehrwasserkanten viel härter sind, hat man sehr zu kämpfen um noch das nächste Tor zu bekommen. Ich wusste zwar, dass ich all das beachten muss, dennoch lief es im Training absolut nicht gut und ich musste die erste und letzte Einheit vor dem Wettkampf mit einem unsicheren Gefühl beenden.

Am nächsten Morgen war 10 Uhr Wettkampfbeginn. C1 und C2 lagen im selben Block, sodass wir schon 14 Uhr mit all unseren Läufen fertig waren wobei es natürlich für Jan und mich durch unseren Doppelstart etwas stressiger war, als für unsere Kollegen. Dennoch konnten wir uns im Einzel und im Zweier unter die vordersten Plätze schieben, die Probleme die ich im Training am Vortag noch hatte, traten auch nicht auf, sodass ich zufrieden mit der Leistung sein konnte. Im C2 hatten wir nach den beiden Qualifikationsläufen den 2. Platz belegt und im C1 lag ich auf dem 4. Rang.
Den Rest des Tages verbrachten wir damit die Eisdiele, welche sich gegenüber von unserem Hotel befand, zu testen. Unser Fazit war eindeutig und fiel sehr positiv aus! Die Kugel kostete 0,80€ und war fast so groß wie eine Faust von mir – und sie schmeckte ausgezeichnet. Was ebenfalls überzeugte, waren die zahlreichen angebotenen Eissorten: es gab ein rosa farbenes Red Bull-Eis, Snickers-, Raffaelo Mango- und noch all viele andere leckeren Sorten, die man sich nur schwer vorstellen kann. Gesättigt wollten wir uns noch die Finalstrecke für den nächsten Tag anschauen. Wir hatten angenommen, dass gegen 19 Uhr noch Wasser fließen würde, aber leider war dem nicht so, und darum verließen wir die Strecke wieder in Richtung Hotel.

Am nächsten Tag – Wettkampf Beginn war wieder 10 Uhr – wurde es stressig, da unser Startabstand zwischen C1 und C2 geringer war aufgrund der Tatsache, dass nur die 30 schnellsten weiter ins Halbfinale gekommen waren. Die Finalstrecke war etwas schwieriger als die Qualifikationsstrecke gestaltet, aber dennoch sehr gut zu befahren. Im Halbfinale mussten wir uns mit einem 8. Platz zufrieden geben, was aber völlig ausreichte, da die besten 10 sich für das Finale qualifizierten.
Im Einzel habe ich durch eine Torstabberührung nur den 7. Platz erreicht, was aber ebenfalls nicht schlimm war, da hier auch erstmal nur das Ziel war ins Finale zu kommen. Im C2 Finale lieferten wir eine sehr gute Leistung ab, aber leider machten wir diese wieder zunichte durch 2 Torstabberührungen. In Folge dessen reichte es nur für den 6. Platz.
Das Problem was nach unserem C2 Lauf auf uns wartete, war dass wir nun nicht mehr als 10 Minuten bis zu unserem nächsten Start hatten. Also liefen wir zügigen schrittes zum Start ,stiegen ein, und da wurde ich auch schon aufgerufen und das Finale begann.
Ich fuhr eine schnelle Linie, welche mir an einer Stelle einen Podestplatz kostete, da ich eine Torstabberührung in Kauf nehmen, und eine Rückwärtsdrehung machen musste, welche ebenfalls nocheinmal Zeit kostete. Am Ende reichte es für die Holzmedaillie – den undankbaren 4. Platz, was mich sehr ärgerte, aber nun nicht mehr zu ändern war- Trotz allem nahm ich ein Gutes und sicheres Gefühl aus dem Wettkampf mit, und schaue nun in Richtung der nationalen Qualifikationswettkämpfe zwischen dem 29. April und dem 1. Mai in Leipzig.